Die Gründung 1922

Mit viel Idealismus und Mut wurde am 25. Juni 1922 der FC HARD aus der Taufe gehoben, lange Zeit vorher schon jagten fußballbegeisterte Harder auf dem Überschwemmungsgebiet bei der Rheinbrücke “wild” dem runden Leder nach. Im Frühjahr 1923 folgte die erste vom Verband anberaumte Freundschaftsrunde, an der die “jüngeren und schwächeren” Vereine teilnahmen. Unter sechs Vereinen wurde der erste Platz erreicht. In den späteren Jahren bemühte sich Hans Peter Lunger um das Fortkommen der Harder. Pokalsiege gab es 1927 in Thüringen und 1929 in Langenargen (D) und noch im selben Jahr erfolgte der heiß erkämpfte Aufstieg in die B-Klasse.

Im Jahre 1931 nahm der Verein den ungeheuren Aufschwung nehmenden Schisport in sein Programm auf und es kam zur Umtaufe in “Sportverein Hard”, wobei auch erstmals Damen zum Verein stießen. Es gab auch Interessentinnen für Damenfußball. Die Leichtathletikabteilung wiederum beteilige sich an den Vorarlberger Meisterschaften.

Das Jahr 1932 stand schon im Zeichen des großen Stürmertalents Hans Wolff der von 87 Toren 41 auf sein Konto verbuchen konnte. 1933 nahm Nationalspieler Seppl Brandstätter (Rapid Wien) einmal wöchentlich die erste Mannschaft unter seine Fittiche. Im Jahre 1934 erreichte der FC HARD den ersten Platz in der A-Klasse und damit den Aufstieg in die Liga. Im Vereinsjahr 1934 musste dann aber sieglos wieder der Weg ins Unterhaus angetreten werden.

 

Die Nachkriegszeit

Nach den Wirren des zweiten Weltkrieges gelang 1946 in einen Entscheidungsspiel abermals der Aufstieg in die oberste Spielklasse und 1947 kam es zur neuerlichen Umbenennung in FC HARD. 1948 begann der kometenhafte Höhenflug des FC HARD, in einem mitreißenden Titelkampf mit Austria Lustenau und SW Bregenz (vor 4000! Zuschauern) erreichte der FC HARD den dritten Platz und damit den größten Erfolg in der damaligen Vereinsgeschichte. Durch Spielerabwanderungen geschwächt, wäre dem FC HARD 1950 der Abstieg in die Landesliga erspart geblieben, wenn nicht mit der Gründung der Arlbergliga ein zweiter Verein (in diesem Fall durch das schlechtere Torverhältnis) hätte absteigen müssen. Die 37 jährige Zugehörigkeit zur Landesliga brachte die Ehre ein, der älteste Landesligaverein zu sein. Die Landesligazeit brachte große Umstellungen mit sich, die mit enormem Einsatz bewältigt werden musste.

 

Höhen und Tiefen

 1977 herrschte Untergangstimmung, denn der FC HARD musste in die 2.Liga absteigen, doch in einem wahren Spielrausch wurde ein Jahr später der Aufstieg in die Landesliga bewerkstelligt. Auffallend in der nun fast 80jährigen Vereinsgeschichte ist, dass es immer wieder gelang, international bekannte Spieler als Trainer zu verpflichten. War es 1933 der österreichische Nationalspieler Seppl Brandstätter (Rapid Wien) 1957 der Schweizer Ex-Internationale Willi Wolf, so waren es in der “jüngeren” Vergangenheit der deutsche Ex-Nationalspieler Rudi Brunnenmeier und der jugoslawische Ex-Teamspieler Radoslav Zlopasa.

Aufgrund der Platzierungen der Kampfmannschaft der letzten 20 Jahre, ist die sportliche Weiterentwicklung des FC Hard ersichtlich. Gab es in den Jahren 1971 – 1984 ein ständiges Auf und Ab in der Tabelle der Landesliga, nur unterbrochen durch den Abstieg in die 2.Liga und den Wiederaufstieg in die Landesliga, so begann mit der Übernahme der Mannschaft durch Mario Gonner in der Saison 84/85 ein sportlicher Höhenflug. Einige Zahlen die das untermauern:

  •     4 Vizemeistertitel in der Regionalliga

  •     1 Meistertitel in der Vorarlbergliga

  •     4 Vizemeistertitel in Folge in der Vorarlbergliga

  •     VFV-CUP Sieger 1997-98 (Vorarlberger Fußball Verband Cupsieger)

Dass diese Erfolge nicht nur der Verdienst des damaligen Trainers war, ist selbstverständlich. Gute Einkaufspolitik durch die Vereinsführung unter Mitsprache des Trainer und Schaffung eines gesunden Umfeldes im Verein gehören ebenso dazu wie das Engagement eines jeden einzelnen Spielers, Funktionärs und der vielen nicht genannten Helfer.

In den letzten Jahre kann der FC HARD auch auf Bundesliga Spieler verweisen, die sich ihre ersten Fußballschuhe beim FC HARD zerrissen. Unter anderem erlernten beim FC HARD die Brüder Markus Weissenberger (LASK, Arminia Bielefeld) und Thomas Weissenberger (FC Nürnberg (D), Austria Lustenau, Antwerpen) das Fußballspielen.